Aebersold, Désirée und Sonja Stalder (2000): "Da vom Erwerb des Titels meine Zukunft abhängt." Die Bedeutung der medizinischen Fakultät der Universität Bern zwischen 1933 und 1945 für die von den 'Rassengesetzen' betroffenen Doktorandinnen aus Deutschland.
Im Zuge der Einführung der ‚Rassengesetze‘ durch die Nationalsozialisten flohen auch viele Doktorandinnen in die Schweiz. 45 von ihnen immatrikulierten sich an der Medizinischen Fakultät der Universität Bern. Die Lebensgeschichten dieser Frauen – ihre kulturelle Herkunft, die Beweggründe in Bern zu promovieren aber auch die Umstände, die zu der Ausreise aus der Schweiz geführt haben – werden in diesem Buch nachgezeichnet. Anhand einer umfassenden Quellenanalyse wird dabei die Bedeutung der Medizinischen Fakultät für die betroffenen Frauen herausgearbeitet und die Position, die die Fakultät im Gesamtkontext der schweizerischen Flüchtlingspolitik einnahm, kritisch beleuchtet. Fünf ausführliche Porträts, die aus Begegnungen mit ehemaligen Doktorandinnen oder ihren Angehörigen entstanden sind, vermitteln eindrücklich, wie der Berufswunsch Ärztin schliesslich nur unter grösster Anstrengung – oder bisweilen gar nie – verwirklicht werden konnte.• Désirée Aebersold, lic.rer.soc, geb. 1969, PrimarlehrerInnenausbildung und Berufstätigkeit in Bern; Studium der Soziologie, Religionswissenschaft und Staatsrecht an der Universität Bern; zur Zeit Projektmitarbeiterin an der Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern (Kanton Bern).
• Sonja Stalder, lic.rer.soc. Nach Ihrer Ausbildung zur Primarlehrerin studierte Sonja Stalder an der Universität Bern Soziologie im Haupt- und Medienwissenschaft im Nebenfach. Seit Studienabschluss im Herbst 2000 arbeitet sie als Redaktorin bei einer Fachzeitung.
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